Patienten, bei denen eine grundlegende berufliche Neuorientierung (Umschulung, umfangreiche Qualifizierungsmaßnahme) erforderlich ist, werden ausführlich arbeitstherapeutisch untersucht. Untersucht werden die Grundfähigkeiten der Betroffenen, ihr Auffassungsvermögen, ihr Gedächtnis, die Schnelligkeit bei der Durchführung geistiger und manueller Routinearbeiten sowie schulische Grundkenntnisse.
Da es sich um Patienten handelt, die eine mehrwöchige stationäre Rehabilitationsmaßnahme in unserer Klinik durchführen, gewinnen wir für die Gesamtbeurteilung wesentliche andere Kriterien wie Motivation, Teamfähigkeit, Begabungsschwerpunkte, Belastbarkeit aus den anderen Bausteinen der Rehabilitationsbehandlung (aus den therapeutischen Gruppen, in ärztlichen Untersuchungen, der Neuropsychologie etc.)
Die arbeitstherapeutische Eignungsuntersuchung umfasst in der Regel die Teilnahme an einer 2-tägigen Belastungserprobung und 6 Einzeltherapien in der Arbeitstherapie. Die einzelnen Testergebnisse werden in einem arbeitstherapeutischen Untersuchungsbericht protokolliert und zu einer Gesamtbeurteilung zusammengefasst. Zusammen mit den Ergebnissen aus anderen Bereichen, z.B. der Neuropsychologie bildet die arbeitstherapeutische Eignungsuntersuchung die Grundlage für die Vorbereitung weiterführender beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen, die von der Sozialarbeiterin mit den jeweiligen Kostenträgern eingeleitet werden.
Untersucht werden jüngere Patienten, in der Regel bis etwa zum 40. Lebensjahr, bei denen eine grundlegende berufliche Neuqualifizierung in Betracht kommt.


