ICF - Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit
Die "Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit" (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dient als länder- und fachübergreifende einheitliche Sprache zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung und der relevanten Umgebungsfaktoren einer Person und stellt heute eine allgemein anerkannte Grundlage für ein umfassendes Verständnis des Rehabilitationsprozesses dar. Die Anwendung der ICF in Deutschland ist geregelt in den Richtlinien über Leistungen zur medizinischen Rehabilitation des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 16. März 2004.
Zwischen den Ebenen der Schädigungen, den damit verknüpften Fähigkeitsstörungen und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen in der Lebensgestaltung besteht eine Wechselwirkung. Diese wiederum hat konkrete Auswirkungen auf das Selbstbild, Selbstvertrauen und das Selbstkonzept und beeinflussen die Motivation und das weitere Handeln des KlientenIn. Werden diese nicht berücksichtigt, bringen therapeutische oder medizinische Interventionen, oft nicht den erhofften Erfolg.
Das Buchauer Modell ist ein praxisbezogenes "bio-psycho-sozialen Modell" auf der Grundlage der ICF. Dieses Modell findet nicht nur Anwendung in der Ergo- und Arbeitstherapie, sondern darüber hinaus verdeutlicht es auch, wie den am Rehabilitationsprozess beteiligten Berufsgruppen und den KlientenIn, dieses Konzept in praxisbezogener Form vermittelt werden kann.

Ein bio-psycho-soziale Krankheitsverständnis bildet die Grundlage im Gesamtkonzept "Buchauer Modell".


